Dienstag, 13. Mai 2008

Ist Grillen ungesund? Macht Grillen dick?

Was für ein herrliches Pfingstwochenende! Auch ich schmiss zweimal Fleisch auf den Grill. Dabei dachte ich mir, dass ich in meinem Blog doch mal auf einige Dinge hinweisen möchte. Denn beim Grillen kann doch einiges falsch gemacht werden…

Immer wieder kursieren Gerüchte um Schadstoffe, welche beim Grillen entstehen können, dass durch Grillen die Gesundheit geschädigt werden kann. Mit einigen Maßnahmen kann dieser Gefahr wirkungsvoll entgegen getreten werden:

Zum einen geht es meist um einen Stoff, welcher als PAK (aromatischer Kohlenwasserstoff) abgekürzt werden kann, aber auch um HAA (heterozyklisch aromatische Amine – muss sich kein Mensch merken!). Bei Tierversuchen erzeugen diese bei hoher Dosierung und langer Anwendung Krebs. Diese krebserzeugenden Mengen sind aber in der menschlichen Ernährung sehr gering.

Eine erhöhte Gefahr könnte bei dem Verzehr von sehr dunkel gegrilltem (verbranntem) Fleisch bestehen (was gerne in Amerika und Australien gemacht wird). Daher sollte zu dunkles Fleisch abgeschnitten und nicht verzehrt werden.

Diese riskanten Stoffe entstehen insbesondere, wenn Fett vom Grill auf die Flammen bzw. Glühstäbe des Elektrogrills tropft und dabei verbrennt/rußt. Beim konventionellen Grillen sollte daher das Fleisch in Alubehälter liegen. Beim Elektrogrill sollte (bei einem Neukauf) ein Grill mit seitlicher Hitzeeinstrahlung bevorzugt werden.

Nitrosamine gelten als krebserregende Substanzen, was aber nur bei dauerhafter Belastung (ständiges Grillen) als Gesundheitsrisiko bewertet wird. Sie entstehen bevorzugt, wenn aus Nitrit des Nitritpökelsalz (siehe unter "Zutaten") durch Hitzeeinwirkung (z.B. Grillen) so genannte Amine entstehen. In ca. 90% der Fleischwaren und Würste ist Nitritpökelsalz beigesetzt, um einer unappetitlichen Graufärbung des Fleisches entgegen zu wirken. Aber insbesondere, weil dieses Pökelsalz vor krankmachenden Bakterien schützt.

Der höchste Gehalt an Nitrosaminen steckt aber in Zigaretten: eine einzige Zigarette enthält das vierzigfache(!) an diesem ungesunden Stoff, was in einem Kilogramm gegrillter Pökelware steckt! So ist wieder einmal die gemütliche Zigarette der Gesundheitskiller. Nicht das leckere Grillfleisch!

Tipp: Vitamin C kann die Nitrosaminbildung wirkungsvoll hemmen. Wenn daher zum Fleisch noch ein frischer Salat mit Zitronensaftdressing gereicht wird, kann auch die gemütliche Zigarette ihren Schrecken verlieren. Zumindest für den gemütlichen Abend.

Übrigens: Weißwürste werden meist ohne Nitritpökelsalz hergestellt.

Figurhinweis: Wer selbst beim Grillen noch auf seine schicke Figur achten möchte, sollte zum fettigen Fleisch möglichst auf kohlenhydratreiche Beilagen und insbesondere gezuckerte Getränke verzichten. So sind nicht nur Brot, Kartoffeln und gezuckerte Soßen kritisch, sondern auch gezuckerte Getränke und das Malz von Bier bzw. die Biermixgetränke, welche oft eine Menge Zucker enthalten. Durch diese Kombination aus Zucker und Fett kommt es dann eben auch zur erhöhten Fetteinlagerung. Natürlich macht hier auch „die Dosis das Gift“.

Mein Praxistipp: wer mit Freunden einen schönen Grillabend verbringen möchte, sollte hier nach Herzenslust zuschlagen. Aber am nachfolgenden Tag auch dann einmal konsequent auf zu viel Kohlenhydrate verzichten. Wie wäre es dann einmal mit einem leckeren Fettkillershake als Ausgleichsmahlzeit? Fürs gute Gewissen. Damit Sie an zukünftigen Grillabenden immer eine „gute Figur“ machen!

Lass es dir schmecken.

Patric Heizmann

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Donnerstag, 1. Mai 2008

Der Fettkillershake – zwei optimale Einsatzgebiete

Er setzt sich immer mehr durch: der Eiweißshake (auch Proteinshake genannt) findet immer Anhänger. Weil er als sinnvolle Ergänzung in eine schlank machende Ernährung passt. Denn insbesondere der Einsatz zu zwei ganz bestimmten Zeitpunkten macht die leckeren Eiweiß-Shakes so wertvoll:

1.) Als letzte Mahlzeit vor dem Schlafen gehen
Da der Proteinshake über nur wenige Kohlenhydrate (siehe Bildersprache: „Papier“) und zudem über wenig Fett („Briketts“) verfügt, werden diese beiden Hauptbrennstoffe dem Organismus zur Nacht hin vorenthalten. Und da der Körper auch nachts insbesondere für die Körperwärmeproduktion permanent Brennstoffe benötigt, welcher durch diesen Nacht-Shake aber weitestgehend vorenthalten bekommt, muss er auf seine großen „Brikett“speicher zurückgreifen – die Fettdepots an Bauch, Beinen und Po!

Das hochwertige, leicht verdauliche Eiweiß des Shakes verschafft zudem einen weiteren großen Vorteil: in der wichtigsten Regenerationsphase (nämlich nachts während des Schlafes) müssen ausreichend Baustoffe (Eiweiß) zur Verfügung stehen. Sonst könnten die Belastungen des Tages nicht ausreichend repariert werden. Dadurch wir ein schnelleres Altern und ein langsam abschwächendes Immunsystem begünstigt.

Unbedingt beachten: Der Proteinshake sollte ANSTATT einer Mahlzeit erfolgen, nicht ZUSÄTZLICH! Nur dann kann der Eiweißshake die Wirkung erzielen. Da ich ein Fan von natürlichen Lebensmitteln bin, rate ich auch nicht zum regelmäßigen abendlichen Protein-Shake (auch wenn das ausschließlich positive Konsequenzen hätte). Vielmehr lautet mein Tipp: 2-3x wöchentlich eine Abendmahlzeit durch einen Nacht-Shake ersetzen. Wenn du neben dem Fettkillershake schnell zubereitete, „papier“arme und eiweißreiche Rezepte suchst… schau mal hier in meinen Shop (Rezeptbuch „Gesunde Ernährung“).

TIPP: im Sommer schmeckt ein solcher Eiweiß-Shake besonders lecker, wenn noch eine Handvoll tiefgefrorener Früchte mit in den Mixer gegeben werden. LECKER (gibt’s bei mir regelmäßig…). Zwar haben wir dann wieder ein bisschen mehr „Papier“ der Früchte. Doch wir reden hier über eine kleine Menge. Vernachlässigbar.

2.) DIREKT nach dem Fettverbrennungstraining
Wenn durch das Fettverbrennungstraining die Fettverbrennung angelaufen ist, kann diese erheblich verlängert werden, wenn direkt nach dem Training ein Protein-Shake, oder wie ich ihn nenne, einen „Fettkillershake“, genossen wird. Da dieser kaum Brennstoffe (Kohlenhydrate und Fett) enthält, wird der Organismus gezwungen sein, die angelaufene Fettverbrennung zu verlängern. Der Proteinshake liefert zudem noch regenerierendes Eiweiß, was nach einem Training die Muskeln von den Belastungen regeneriert. So können neue Kraftwerke gebaut werden, welche dauerhaft mehr „Papier“ und insbesondere „Briketts“ verbrennen werden. Dauerhaft!

Doch ich möchte noch einen kleinen Trick verraten, welche ich schon seit vielen Jahren selbst anwende: die Eiweiß-Shakes werden gewöhnlich in fettarmer Milch angemixt. Oftmals taucht hier auch die 0,3-Fett-Milch auf. Doch das macht nicht sehr viel Sinn: vielmehr geht es darum, den „Papier“gehalt zu senken, damit der Körper länger „Briketts“ verbrennen MUSS. Und in der Milch liegt der natürliche „Papier“gehalt bei rund 5 Gramm pro 100ml Milch in Form von Laktose (MilchZUCKER). Wenn demnach ein kleiner Proteinshake mit 0,3 Liter fettarmer Milch angerührt wird, liefert alleine diese Laktose satte 15 Gramm „Papier“.

Daher greife ich immer auf die 3,8%-Fettmilch zurück (welche zudem noch die sehr wichtige und wertvolle Fettsäure CLA (konjugierte Linolsäure) in größeren Mengen enthält). Ich nehme dann aber nur 100ml der Milch, befülle die den Rest mit 200ml Wasser. Der Fettanteil liegt durch die Mischung sogar niedriger als bei einer 1,5%-Fettmilch. Entscheidend ist aber: der Milchzuckeranteil (die Lactose), wurde dadurch um satte zwei Drittel reduziert! Damit liegt der Laktosegehalt bei knapp 5 Gramm (statt 15 Gramm!). Ein bedeutender Unterschied. Ohne Geschmackseinbuße (da der Fettanteil ähnlich bleibt!).

Gut… wenn ich dann den abendlichen Eiweißshake mit tiefgefrorenen Früchten genieße, dann gleiche ich damit den eingesparten Milchzucker wieder durch den Naturzucker der Früchte aus. Aber er schmeckt dann umso besser!. Hieraus lässt sich erkennen, dass ein Eiweißshake in Wasser angemixt natürlich die beste Wahl wäre. Doch schmeckt der Eiweißshake dann eben nicht mehr so lecker. Und wenn er nicht schmeckt, wird bald darauf verzichtet…

Du erkennst: mit einem einfachen Trick kann der Fettkillershake nochmals getunt werden. Für noch bessere Erfolge. Stück für Stück. Und wenn du den Fettkillershake noch nicht in deine Ernährung eingebaut hast, kannst du diesen in deinem Fitness-Studio erwerben oder hier im Shop einkaufen. Verzichte nicht auf den wertvollen, leckeren Helfer.

Lass es dir schmecken!

Patric Heizmann, der seit seinem 20. Lebenjahr auf Eiweißshakes als hervorragende ERGÄNZUNG setzt :o)

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Freitag, 18. April 2008

Bildhafte Ernährungssprache – Ernährungsaufklärung einfach gemacht!

Ein Zweibein sitzt auf einem Dreibein und isst ein Einbein. Kommt ein Vierbein zur Türe herein, schnappt dem Zweibein das Einbein weg, worauf das Zweibein das Dreibein nimmt und nach dem Vierbein schmeisst. Verwirrt? Dann lese weiter...
Genau so verwirrend laufen teilweise immer noch landauf, landab Ernährungsberatungen ab: viele Kohlenhydrate, wenige Kohlenhydrate, viel Fett, oder doch wenig Fett? Ach ja… Eiweiß muss mehr gegessen werden, wogegen andere behaupten, wir essen zuviel davon.

Was bei typischen Ernährungsberatungen hängen bleibt, ist der gleiche gemeinsame Nenner: die Kalorien! Darauf wurden wir fixiert. Wobei es keine Berechnungsformeln gibt, welche deinen persönlichen Kalorienbedarf festlegt (auch wenn diese Formeln überall in den Ernährungslehren auftauchen). Denn wie viel Kalorien DU benötigst, hängt von unzähligen Faktoren ab: von deinem Muskelanteil (mehr Muskeln brauchen dauerhaft mehr Kalorien), von deiner Aktivität (Berufs- und Freizeitaktivität), von der Ernährung (eiweißbetonte Kost benötigt mehr Energie, da Eiweiß energieaufwändiger verarbeitet werden muss), von deinem Hormonstatus (Schildrüsenhormone, welche deinen Stoffwechsel regeln), ja selbst vom Wetter (weil bei kaltem Wetter viel mehr Körperwärme produziert werden muss, da der Körper permanent auf 37°C läuft – sei froh, dass Weihnachten im Winter liegt!).

Viel wichtiger ist die Aufklärung, wie unsere Hauptnährstoffe Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß im Organismus wirklich funktionieren. Und hierbei ist es wichtig zu verstehen, dass der Mensch unablässig in Bildern denkt: du weißt sofort, was gemeint ist, wenn ich von einem „Haus“, einem „Flugzeug“, einer „Banane“ schreibe. Es erscheint ein Bild vor deinem geistigen Auge. Bei der typischen Begrifflichkeit „Kohlenhydrate“ tauchen auch Bilder auf: vielleicht Brot, Nudeln, oder sind es Kartoffeln? Mit diesen „Referenzbildern“ wird aber nicht erkannt, welche Aufgaben Kohlenhydrate haben. Bei den Begriffen Fett und Eiweiß tauchen ebenfalls eher Bilder zu Produkten auch, anstatt deren Funktionsweise zu erklären.

Genau hier kommt meine mittlerweile weit verbreitete Bildersprache ins Spiel, welche ich schon seit über zehn Jahre sehr erfolgreich einsetze:

Kohlenhydrate sind das „Papier“ des Körpers. Es verbrennt schnell und damit bevorzugt.

Fette (auch gespeichertes Körperfett) glühen langsam und gemächlich wie „Briketts“ vor sich hin.

Eiweiß (auch Protein genannt) dagegen brennt schlecht. Es ist der Rohstoff, der Baustoff des Körpers.

Denn mit Hilfe dieser Referenzbilder lassen sich die Hauptaufgaben der einzelnen Nährstoffe hervorragend erläutern, in Bilder fassen. Das führt oft zu völlig neuen Entscheidungsgrundlagen. Die Begrifflichkeit „Papier“, „Briketts“ und „Baustoffe“ tauchen immer wieder in meinem Weblog auf. So ist dort dann auch schnell zu verstehen, welchen Hintergrund meine dortigen Empfehlungen haben. Du kennst es schon, oder wirst es mit einem schmunzeln entdecken.

Ich benutze aber noch weitere Bilder, um die Grundlagen der Ernährung bzw. des Körpers besser verständlich und für jeden sichtbar zu machen:

Unser gesamter Organismus kannst du dir wie eine große „Stadt“ vorstellen. In dieser Stadt gibt es auch eine „Regierung“, unser Gehirn (die „Regierungszentrale“ ist das Stammhirn – tief im Gehirn eingebettet der älteste Gehirnanteil, wo eine Menge „Überlebensprogramme“ und die Steuerzentrale für unzählige automatisierte Prozesse, wie Regelung der Herzfrequenz, Atmung, Reflexe und Organfunktionen zuhause sind). Die Blutbahnen stellen die Straßen der Stadt dar, über welche unzählige Lieferanten alle Ecken und Enden der Stadt erreichen können. Die diversen Organe sind diverse „Unternehmen“, welche unter anderem verschiedene lebenswichtige Produkte produzieren. Die Nieren stellen die „Klärwerke“ dar. Und die Leber ist unsere wichtigste „Fabrik“. Die Hormone sollen die „Bauarbeiter“ darstellen, die Enzyme die „Werkzeuge“. Die „Polizei“, die Immunabwehr, bekämpft unablässig „Eindringlinge“ wie Viren und Bakterien, welche in der Stadt Randale machen wollen. Selbst der Magen wird in Bilder verpackt: hier werden die „Rohstoffe“ (Eiweiß), „Papier“ und „Briketts“ grundgereinigt, um dann danach in den Darm zu gelangen, welchen du dir wie einen langen Schlau mit einer Wand, bestehend aus einem engmaschigen „Maschendrahtzaunnetz“, vorstellen kannst. Durch diese engen Maschen wollen alle angelieferten Stoffe hindurch. Und weil diese nicht passen, müssen sie mit Hilfe von Enzymen („Werkzeugen – z.B. „Scheren“) auseinander geschnitten werden. Ballaststoffe sind der harte „Pappkarton“, welche nicht mit den Scheren zerschnitten werden kann. Er reibt an den Maschen des Zaunes entlang, nimmt dabei unerwünschte Stoffe mit auf die Reise am Ende des Darms, sorgt somit für einen gesunden Darm.

Zugegeben: sehr vereinfach! Und genau deshalb auch gut verständlich! Denn wenn dazu in deinem Kopf die passenden Bilder entstehen – was ich „Kopfkino“ nenne. So hast du eine Vorstellung, wie deine „Stadt“, dein Körper, funktioniert. Und somit besteht eine weitaus größere Chance, dass du als „Bürgermeister“ deiner „Stadt“ viel sorgsamer umgehst bzw.dich mit deiner „Stadt“ auch mehr beschäftigen willst.

Der Mensch denkt in Bildern. Mit meiner bildhaften Sprache schaffst du dir eine neue Grundlage, wie du mit deinem EINZIGEN Körper umgehst. Dadurch wird dir zukünftig einiges klarer. Denn plötzlich klingt Ernährungsberatung so einfach wie die Zweibein, Dreibein, Einbeingeschichte, wenn auch hier sinnvolle „Referenzbilder“ verwendet werden:

Ein Zweibein (ein Mensch) sitzt auf einem Dreibein (einem Hocker) und isst ein Einbein (Hähnchenkeule). Kommt ein Vierbein (Hund) zur Türe herein, schnappt dem Zweibein das Einbein weg, worauf das Zweibein das Dreibein nimmt und nach dem Vierbein schmeisst. Wie einfach… so einfach, wie auch Ernährung mit Bildern klingen kann!

Patric Heizmann... in Bildern: der Typ links am Bildrand ;o)

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Montag, 7. April 2008

Superkompensation - Die Grundlage des Erfolgs

„Der Mensch wächst am Widerstand“. Ein weiser Spruch. Doch in den meisten Fitness-Studio wird diese Grundlage des Erfolgs den Trainierenden kaum berücksichtigt. Denn wer regelmäßig die gleichen Wiederholungszahlen bei gleich bleibendem Gewicht bewegt, wird keine Verbesserung erreichen. Und genau das hat seinen Ursprung in der Urzeit:

In den Muskeln befinden sich Kraftwerke, welche 24 Stunden täglich Energie benötigen. Daher war jedes bisschen zuviel Muskulatur für den Urzeitmenschen purer Luxus. Daher haben wir ein „Energiesparprogramm“ in unserem uralten Gehirnareal (Stammhirn), welches dafür sorgt, nur so viele Muskeln zu besitzen, wie es nötig ist.

Wenn heute beim Sport, z.B. beim Krafttraining, immer wieder die gleichen Gewichte bei gleicher Wiederholungszahl verwendet werden, kann das der Organismus schon. Er wird nicht mehr Muskeln, nicht mehr Kraftwerke aufbauen. Er spart sich dadurch den Mehrverbrauch ein.

Daher stellt eine permanent kleine Belastungssteigerung die wichtigste Grundvoraussetzung für den sportlichen Fortschritt dar. Nur, wer immer wieder an die Grenzen der Belastung geht, wird den Körper dazu zwingen, darauf zu reagieren. In der nachfolgenden Grafiken soll diese "Superkompensation" verdeutlicht werden:

Grafik 1 - Fehler: Training zu wenig intensiv
Wenn das Krafttraining nur wenig intensiv war (1), dann registriert der Organismus die geringe Belastung und wird kaum eine Anpassung vornehmen müssen. Dadurch ist auch die „überschießende Wiederherstellung“ (2) kaum relevant. So ist dann sehr bald nach der geringen Verbesserung der Leistung auch der Ausgangspunkt wieder erreicht (3).





Grafik 2 – Fehler: zu häufiges Training
Wenn das Training intensiv war, steht nach dem Training selbstverständlich nur noch wenig Kraft zur Verfügung (1). Genau dadurch wird der Organismus sofort eine Verbesserung anstreben. Er lässt die Muskulatur mit Hilfe von Hormonen, Enzymen und Eiweiß regenerieren. Doch wenn es zu schnell zu einer erneuten Belastung der gleichen Muskelgruppe kommt, ist die Regeneration noch nicht abgeschlossen (2). Wenn das anschließende Training wiederum sehr intensiv ausfällt, steht demnach noch weniger Kraft/Leistungsfähigkeit zur Verfügung (3).

Möglicher Vorteil: Folgt nun eine mehrtägige Pause, wird die überschießende Wiederherstellung noch höher ausfallen (4).

Achtung: Kommt es zu weiteren zu knappen Einheiten, wird die Leistung weiter schwinden. Dann ist von „Übertraining“ die Rede! Häufig ist das bei kleinen Muskeln zu sehen: da wird der Rücken an einem Tag trainiert (hierbei wird der Bizeps miteinbezogen), nur wenig später folgt an einem anderen Tag mehrere Bizepsübungen. Zu viel für einen so kleinen Muskel…

Grafik 3 – Optimal: permanent kleine Steigerungen
Das Krafttraining erschöpft den Muskel (1). Wenn er mit ausreichend Eiweiß versorgt wird, regeneriert er den erschöpften Muskel über das Ursprungsniveau hinaus (2). Dadurch steht dem Muskel nun nach der Regenrationszeit mehr Leistung, mehr Kraft zu. Erfolgt im Optimalfall auf dem höchsten Punkt der Regenration das nächste Training der Muskelgruppe, wird sich die Leistung im weiteren Verlauf noch weiter steigern.

Der optimale Zeitpunkt für das nachfolgende Training
Es gibt keine Regeln dafür. Jeder Organismus reagiert anders. Insbesondere ist das auch abhängig von der regelmäßigen Eiweißversorgung und er Trainingintensität (je intensiver, desto länger die Pause für den Muskel). Doch jeder kann bestens herausfinden, wie viel Pause sein Muskel benötigt: mit einem Trainingsplan! Wenn du dich von Training zu Training verbesserst, machst du alles richtig. Wenn du aber über drei Trainingseinheiten bei einer bestimmten Muskelgruppe keine weitere Steigerung mehr erzielst, dann solltest du deine Trainingsabfolge variieren: z.B. mehr Wiederholungen bei weniger Gewicht, Ernährungsanpassungen (isst du regelmäßig Eiweiß?), andere Übungen für den entsprechenden Muskel.

Du wirst schon sehen: wenn auf deinem Trainingsplan permanent eine kleine Steigerung verzeichnen kannst, motiviert dich das immer weiter. Schlage dich jedes Mal selbst. Denn du bist dein härtester Gegner! Und daher: geh` mit Köpfchen ran. Nutze das Prinzip der Superkompensation!

Viel Erfolg!

Patric Heizmann





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Sonntag, 27. Januar 2008

Der Regenerations-Shake - für den schnelleren Muskelaufbau-Erfolg

Das Erdbeben hatte einen hohen Wert auf der Richterskala. Es hat kräftig an dem Haus gerüttelt. Die Mauern bekamen Risse, Fenster und Türen gingen zu Bruch. Die Fließen im Boden platzten auf und zeigen tiefe Furchen im Estrich. Defekte Elektroleitungen schmorten einige Lichtschalter und Steckdosen weg, es richt nach geschmolzenem Plastik. Auch die Dachabdeckung verlor den Halt und zerbarst scheppernd auf dem Boden… Was sich hier wie ein schlimmes Unglück liest, ist die entscheidende Voraussetzung für den Muskelaufbau!

Dieses Erdbeben soll ein intensives Krafttraining darstellen. Das Haus, bestehend aus Fenstern und Türen, dem Fußboden, die Elektroleitungen, Steckdosen und Dachabdeckung sollen die Muskulatur darstellen.

Erst wenn ein intensives Krafttraining die Muskelzellen (das Haus) zerstört, wird der Organismus gezwungen sein, nun dieses Haus noch stärker, noch widerstandsfähiger gegen zukünftige Erdbeben zu machen. So inspizieren direkt nach dem Krafttraining die „Bauarbeiter“ (Hormone wie z.B. Testosteron) das in Mitleidenschaft gezogene Haus. Um möglichst schnell mit der Regeneration, mit der Reparatur des Hauses beginnen zu können, werden schleunigst Baustoffe angefordert. Diese Baustoffe sind das Eiweiß, auch Protein genannt.

Um noch genauer zu werden: für die Regeneration der Muskeln werden insbesondere die Einzelbausteine des Eiweißes, die Aminosäuren, benötigt. Unser Nahrungseiweiß besteht aus unzähligen wild zusammengesetzten, einzelnen Aminosäuren. Diese finden erst durch die Verdauungsarbeit der Enzyme den Weg durch die Darmwand ins Blut und werden dann u.a. zur „Baustelle Muskel“ transportiert. So ist unser Organismus auf über 20 verschiedene dieser Aminosäuren angewiesen. Diese Einzelbausteine stehen für die unterschiedlichsten Bauelemente für den Hausbau (Muskelaufbau): Die Aminosäure Alanin stellt z.B. die Fliesen dar. Cystein dagegen die Elektrokabel. Glyzin sollen die Lichtschalter und Steckdosen sein. Hier lässt sich erkennen, dass diese Bauelemente wichtig sind, aber nicht entscheidend wichtig! Denn damit wird das Haus zwar „wohnlicher“, nicht aber stabiler! Daher spricht man auch von nicht essentiellen (nicht unbedingt notwenigen) und essentiellen (unbedingt notwenigen) Aminosäuren.

Die drei wichtigsten, essentiellen Aminosäuren für die Muskelregeneration, den Hausbau-Wiederaufbau nach dem Erdbeben, sind die drei Aminosäuren: Leuzin (z.B. Beton, Mörtel), Isoleuzin (z.B. Backsteine) und Valin (z.B. Dachabdeckung). Diese sind demnach besonders wichtig für den Muskel bzw. das Haus, um stabiler zu werden. Denn wenn ausreichend dieser Bausteine vorhanden sind, dann werden die Bauarbeiter beschließen, das beschädigte Haus noch ein bisschen stärker zu bauen. Als Schutz vor einem weiteren Erdbeben! Genau das sorgt für das Muskelwachstum (stärkere Mauern, festeres Dach = mehr Muskeln).

Selbstverständlich sind auch alle anderen Bausteine notwenig, wenn das Haus ordentlich und möglichst schnell renoviert werden soll. Daher sollte so schnell wie möglich direkt nach dem Krafttraining ein Produkt genossen werden, welches die notwenigen Bausteine in ausreichender Menge liefert. Und hier hat sich insbesondere ein Produkt sehr bewährt: das Whey Protein (Molkeneiweiß). Es liefert neben allen wichtigen Aminosäuren eine große Menge an Leuzin, Isoleuzin und Valin!

Und damit die Bauelemente möglichst schnell zur Baustelle transportiert werden können, braucht der Organismus noch Treibstoff für die Baustein-Transporter: schnelle Kohlenhydrate! Das Whey Protein sollte aus diesem Grund zusammen mit einem Weight Gainer genossen werden, damit die Bausteine möglichst schnell an der Baustelle ankommen.

Noch ein wichtiger Tipp zum Schluss:
Wird dieser Shake in Milch gemixt, gerinnt diese Milch im Magen (aufgrund der Magensäure – wie Zitronensaft, welchen man in ein Glas Milch träufelt). Durch diese „Gelbildung“ werden die notwenigen Bausteinchen nur langsam im Blut aufgenommen. Das zögert die Regeneration erheblich hinaus!

Wird er Shake in Wasser gemixt, schmeckt er zwar nicht so lecker wie in Milch. Doch er gerinnt nicht im Magen und findet somit den Weg zur „Baustelle“ deutlich früher. Das wird die Regeneration bzw. den Muskelaufbau beschleunigen!

Fazit: Wer nach dem ordentlichen Erdbeben (Krafttraining) seinen Körper mit den wichtigsten Bausteinen (Aminosäuren) in der richtigen Menge (bevorzugt Leuzin, Isoleuzin, Valin und andere essentielle Aminosäuren) versorgt, der wird erheblich Vorsprung beim Muskelaufbau gewinnen! Ein Shake aus Whey Protein & Weight Gainer in Wasser direkt im Trainingsanschluss ist die optimale Lösung. Weil die Bauarbeiter (Hormone) damit das Haus für das nächste Erdbeben stärken werden: dickere Mauern = mehr Muskeln!

Patric Heizmann

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